Geschichte

 

DAS Leben zu Beginn der der 20er-Jahre -gleicht einem Spuk. Kontraste bestimmen die Zeit von Inflation und Wirtschaftskrise: Hunger und Schlemmerei, Kinderelend und Vergnügungstaumel, plötzliche Verarmung und schneller Reichtum. Die alten Werte und Moralvorstellungen der Kaiserzeitlösen sich auf, die beschauliche „gute alte Zeit“ ist endgültig vorbei, von Stabilität keine Spur – auch in der Politik. Es ist die Zeit von Aufbruch und Revolution, Provokation und Skandal, Innovation und Schnelllebigkeit. Nicht Walzer wird getanzt, sondern Ragtime, Tango und Shimmy.

In einer derartig schwierigen wirtschaftlichen und politischen unsicheren Zeit trafen sich am Montag, dem 20. März 1922, gleichgesinnte Arnbacher Bürger, um den Obst- und Gartenbauverein zu gründen. In einer Zeit, in der die Eigenerzeugung von Obst maßgeblich zur Verbesserung der Ernährungssituation der Bevölkerung beitrug, war dieser Entschluss für alle Bewohner von Arnbach von großer Bedeutung.

Wie aus den Vereinsprotokollen zu entnehmen ist, wurd der Verein von den Bürgern Karl Fretz, Wilhelm Ganzhorn, Martin Grimm, Friedrich Hiller, Wilhelm König , Eugen Laxgang und Wilhelm Mayer gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Karl Fretz gewählt. Dieser führte die Geschicke des Vereins bis in das Jahr 1952.